Beiträge von sauerkraut

Die verlorenen Ansichten eines Clowns

Seit gestern laufen in Berlin die, von der Heinrich-Boell-Stiftung organisierten „Israelischen Filmtage 2008″. Gezeigt werden über ein dutzend israelischer Filme verschiedenster Genre. Es lohnt sich wirklich vorbeizuschauen. Ich empfehle besonders:
- Flipping Out (Wehrdienstleistende, die danach nach Goa gehen und auf verschiedensten Drogen ausflippen)
- Close to Home ( Streife gehen und dabei Erwachsenwerden in Jerusalem)
und Sweet Mud (Nicht Klarkommen im Kibbuz 1974)

Filmtage

Nacktmull

An die Person, die heute auf meinen blog mit der googlesuche „ist holger burner antiimp?“ gestoßen ist:
Ich hoffe Sie haben Ihre Antwort bekommen. Ansonsten: Er ist es. Und Trotzkist, Antizionist und ein geistig verkürzter Kapitalismuskritiker ist er auch.
Guten Abend.

„But I did bloody tell you! “

Letzens bin ich mitten in der Nacht doch noch mal aus meinem wohlig-warmen Bett gekraxelt- weiß der Teufel warum. Wahrscheinlich wusste irgendwas in mir, das mir eine der wenigen körperlichen Anstrengungen an diesem Tag- das Betätigen der Fernsehfernbedienung- in Kombination mit mitternächtlichem Proleten-TV eine wunderbar-schaurige Reminiszenz an meine ehemaligen Mitschüler bescheren sollte. Da kam doch auf einem der hinteren Kanäle eine tolle „Reportage“ über Frischlinge: „Die neuen vom Bund“. Mein sadistisches Herz frohlockte, da waren sie: die Bauerntrampel in meinem Alter, die „keinen Bock auf alten Leuten den Arsch abputzen hatten“ und nun jeden Tag vorm Duschen ihre Stiefel zu putzen hatten. Selbstverständlich finden sie das alles toll und man lernt so viel usw. usf. Es ist ja leicht, sich vorzustellen, was so ein zusammengeschrumpftes Großhirn noch in der Lage ist zu verarbeiten, wenn man schon 3 Monate einen Großteil der Synapsen nur bedingt beansprucht hat. Und dann traute ich meinen Augen nicht: Das Kamerateam wandert zur Spindkontrolle zusammen mit dem Feldwebel durch die Rekrutenzimmer und im Hintergrund steht tatsächlich das alte Arschloch von der Jungen Union stramm und immer noch mit Aknenarben am kahl geschorenen Kopf. Wieviele Stunden meines Politiwissenschaftsunterricht hatte ich mich mit ihm gebattelt? Wie viele Aufkleber hatte ich verklebt, die er wieder abriss? Hach war das schön: Die Augenringe bis zum Bauchnabel, verkrampfte Haltung und der ängstliche Blick Richtung Feldwebel. Ich war vollauf befriedigt: Wer sich freiwillig und mit voller Überzeugung für so einen Scheiß meldet, hat es nicht besser verdient.
Ich kroch mit einem Lächeln zurück, puffte mein Kissen zurecht und schlief wunderschöne, traumlose 9 Stunden einen tiefen Schlaf.

Ein Schmankerl‘ noch dazu:
Die ganze Frauen-Männer-sie-wissen-schon-bei-der-bundeswehr-sache.

Mein Hobby ist …..n

via.

Und zur Feier des Tages: doch.

Der gemeine Hamburger…

ist nicht besonders schön anzusehen. Ohne nervigen Antiamerikanismus und Kulturimperialismustheorien kritisiert FAZ Gastronomieexperte Jürgen Dollase
den gemeinen Hamburger von Mc Donalds. Hoffentlich guckt sich das Ronald an, dann kann man die Dinger auch mal wieder kaufen.

Finde den Unterschied!

Nummer 1

Nummer 2

Kluge Worte 2 & 3

„Rauchen ist, wie ganz langsam vor ein Auto rennen.“

„Sein Penis ist zwar nicht dick, aber dafür schön kurz.“

Ein Schmankerl‘ noch dazu: Yelle!

Meine wilde Kindheit

Mein Opa ist ein dicker, deutscher Mann. Er hat ein Boot, verbringt zusammen mit meiner Oma im Sommer die Hälfte seiner Zeit nackt am Kleingarten an seinem Steg an seinem Boot. Als Kind musste/ durfte ich dann immer nach Brandenburg mitfahren, mir im Sommer die bekannte „Havel-Bräune“ holen, früh Schwimmen, Tauchen und Boot fahren lernen. Natürlich immer nackt. Mit Beginn der Pubertät hatte ich natürliche keine Lust mehr meinen Körper den vollgefressenen Frührentnern zu zeigen, was von meinem Opa mit Schimpfereien quittiert wurde. Mein Opa war so lange ich denken konnte, eine Art Hilfspolizist an der Südseite des Sees. Er bestimmte maßgeblich, wann Feuer gemacht wurde, ob etwa „Wessis“ an freie Stege anlegen durften (durften sie natürlich nie) und ein Großteil der Kinder am See lernte bei ihm Schwimmen. „Der Dicke“, wie er familienextern genannt wurde, war intern ein ganz schöner Sack. Er schimpfte, meckerte und wütete. Mein kleiner Bruder musste sich viele schlimmere Meckereien gefallen lassen, denn er hatte niemals so viel Credibility wie ich bei meinem Opa. Die hatte ich mir bereits mit zwölf geholt. Als ich ihn, nach der Aufforderung ich solle doch noch mal Bier zum Lagerfeuerplatz mitbringen, einen „Eierkopp“ nannte, sprach er drei Monate nicht mehr mit seinem Enkel. Aber neben der ganzen Grässlichkeit, welche die Mikrovolksgemeinschaft der Brandenburger „Wassersportler“ bereithält, gab es nebenher auch Schönes. Ich konnte mit meiner Zwille im Wald auf Jagd gegen Bäume oder Sträucher gehen, klettern, früh mit meinem motorisierten Schlauchboot über den See brettern und mich all in all dabei verdammt cool fühlen. Nur mein Opa blieb immer ein skurriler Mann, was auch daran gelegen haben könnte, dass er schon um Elf Uhr früh zu seinem „Elfchen“ Rex Pils griff, um sich mit seinen nackten Kumpanen am See über das Wasserschutzamt, Wessis oder Ausländer aufzuregen. Und so lernte ich schon sehr früh den Ekel kennen. Meinem Rassistenopa habe ich es eigentlich zu verdanken, früh Antifaschist geworden zu sein.

Heute ist mein Opa immer noch nicht tot. Wie es mit solchen Leuten eben ist, leben die trotz exzessivem Saufen und Rauchen unglaublich lange. Mein Opa ist 73 und ich frage mich, ob ich irgendwann traurig sein werde, wenn er mal nicht mehr ist.

Ein Schmankerl‘ noch dazu: Sehr alt zwar, aber eine der schönsten und lustigsten Indymedia Artikelergänzungen

Wissen ist Nacht!

Irgendwann ist es dann auch mal genug und so sehr ich mich auch anstrengte, die positiven Seiten des Schulstreiks nebst spontaner Mob Action zu sehen- ich fand sie nicht. Ein Haufen betrunkener, verwirrter junger Menschen rennt durch eine Universität, zündet Papier an, schmeißt Bücher durch die Gegend und rennt dann noch eine Ausstellung über jüdische Unternehmer zwischen 1933 und 1945 um. Es ist mir völlig egal ob das im Eifer des Eifers passiert ist, dumm ist es ohnehin. Und das passiert dann eben wenn so ein aufgeheizter Mob versucht ’68 zu imitieren: Peinliche Revolutionssimulationssimulation at its best- was das wem was gebracht haben soll, bleibt mir völlig schleierhaft.
Scheiß Gruppendynamik, Scheiß Schule, Scheiß Idioten.

Ein Schmankerl‘ noch dazu: Selbstmordparty wechselt die Seite Jetzt für dein Handy!

Kluge Worte

Wenn die Wirklichkeit heute mein Kind gewesen wäre, gäbe es morgen keinen Nachtisch.