Archiv für November 2007

wäre aber lustig gewesen

Neulich war ich wieder einmal im Buchladen meines Vertrauens. Eine kleine, gemütliche so genannte Kiezbuchhandlung in einem Szenebezirk in Berlin. Am häufigsten schaue ich am Donnerstag vorbei. Weil: Am Dienstag ist die Arbeitswoche noch zu frisch um sich klarer Gedankengänge zu bedienen, welche zu den Entscheidungen des Buchkaufes/klaues beitragen. Neulich jedenfalls gab es wieder eine noch neuere, innovativere Rabattaktion. Ein so genanntes Wissenschaftsspektakel bot Suhrkamp Bücher verbilligt an. Am Donnerstag für 30% Vergünstigung, Freitag für 40 % und Samstag für 50% Rabatt. Nun will ich mich nicht vor modernen Verkaufsaktionen verschließen, denn das ist einer der Gründe, warum ich diese Buchhandlung bevorzuge. Suhrkamp ist ein Verlag der viele intelligente Philosophinnen und Philosophen verlegt hat. Und in einem alternativen Szenekiez sieht es nicht nur hübsch aus, wenn man bei seinem sonntäglichen einsamen Brunch ein Suhrkampbuch hervorzaubert und so tut, als wenn man liest. Nein, es gibt hier auch viele Studenten, die den ganzen Quatsch wirklich gerne lesen und nicht nur beim Brunchen. Diese ganzen Philosophiewälzer lagen in meiner Buchhandlung in großen Pappkisten am Boden. Man musste sich auf den Boden hocken, in den riesigen Pappkisten wühlen, bis man die Autoren gefunden hatte, die man lesen will. Es gab weder eine Ordnung der Bücher, noch eine Garantie davor, dass der Wühlnachbar neben mir, mir nicht meinen Schopenhauer klaut. Und das war verdammt ärgerlich. Nicht nur, dass es generell komisch für einen Buchladen ist Bücher nach dem Aldiprinzip einfach hinzustellen und zu warten, bis jeder findet, was er will. Nein, das auch noch mit den großen Denker des 19./20. Jahrhunderts. Adorno, Thomä, Habermas, Tibi, Arendt, Schopenhauer, Foucault, Negri, Tugendhat, Wittgenstein, Horkheimer alle verwurstet zu einer gesichtlosen Masse. Die Philosophie am Grabbeltisch, oder Grabbelboden angekommen, veranlasste mich, meinen Unmut der hübschen Verkäuferin mitzuteilen. Die sagte wortwörtlich: „Halts Maul und verpiss dich aus meinem Buchladen.“ Nein, das hat sie nicht gesagt, wäre aber lustig gewesen.

Rue de Paradis

Tag 1 vom Projekt „Sich anpassen und mit dem Rauchen aufhören“ verläuft härter als erwartet, starkes Verlangen, schlechte Laune, steuere mit Unmengen von Schokoladen dagegen. Berichte später weiter.
Weitere Mitteilungen:
--- What a crisco continent?---
--- Fernsehtip für heute abend---
--- Kinotip für die nächsten Wochen:

Persepolis Teaser – deutsch

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P.S. die refers des tages sind:
„alte gefickt“
„seine hoden abgeschnitten“

Ich frag‘ nicht das Publikum!

„Sie haben geerbt oder waren bei Günther Jauch?“ Diese rhetorische Frage, wöchentlich von der Jungle Investment World gestellt, werde ich hoffentlich bald mit Ja beantworten können. Nicht, weil ich meinen Nazi-Opa um die Ecke bringe, sondern ich mich für die beliebte Fragessendung beworben habe. Hierbei spielt weniger der Glaube an mein Wissenstand, sondern die Hoffnung auf das schnelle Geld eine Rolle. Das selbst das Wer wird Millionär Trainingslager im Internet schon schwierig zu meistern ist, führt mir deutlich vor Augen, dass es mit der Million wahrscheinlich nichts wird. Es ist nämlich schon hart überhaupt auf den heißen Stuhl zu kommen. Beispielhaft stelle ich jetzt eine Frage, die der geneigte Leser bitte ohne schummeln (das heißt nachgucken) löst. Wer es richtig macht, bekommt ein Geschenk.

Ordnen Sie folgende Wörter nach ihrer Häufigkeit, vorkommend in den Artikeln im Archiv der Redaktion Bahamas; beginnen Sie mit dem seltesten.

A Israel B Deutschland
C gegen D Revolution

Kleiner Hinweis: Es gibt 314 Dokumente im Archiv der Bahamas, für die Häufigkeit zählt jedes Dokument, in dem das jeweilige Wort vorkommt.

und heißt immer auch oder.

Wenn alle aufhören, muss ich weitermachen. Sauerkraut war nie der populärste, beste, schönste oder interessanteste blog. Nein, auf der Blogsporthitparade rangiert er momentan auf Platz 232. Aber so unscheinbar solch ein durch Milchsäuregärung konservierter Weißkohl auf den ersten Blick auch sein mag, irgendwann trifft man ihn doch und wenn es nur bei den Eltern zu Weihnachten ist.
Kapitulation? Niemals, nach der verlorenen Zeit gehts erst richtig los!