Archiv für Januar 2007

i like rusty spoons…

Empfehlen kann ich nur folgende Seite, mit genialen (Comic)-Animationen: Fat Pie
Mein absoluter Liebling ist dabei dieses traurige Wesen: Salad Fingers. Salad Fingers mag es mit seinen langen Fingern rostige Löffel zu berühren.

P.S. Ich bitte weiterhin darum rechts neben diesem Artikel abzustimmen, wenn 50 Stimmen abgegeben wurden, werde ich auch konkrete Handlungsanweisungen in Form eines Psychotests veröffentlichen.

Und so schreite ich voran, vom Bewusstsein der Krise, zur Krise des Bewusstseins.

Ein Schmetterling im Plattenbau, ein pinker Spritzer im Horizont der Untergehenden, ein tiefer Kuss, ein perfekter Moment, ein dejà-vú mit dir. Schwester Schönheit der Vergänglichkeit. Mehr als eigentlich, und nur gelegentlich. Verbleibt und trottet sie im Schatten ihrer Großen. Versuche sie zu greifen, zu berühren, versage an der Macht der Älteren. Neulich da, im klirrenden Kosmos, ich glaubte sie zu sehen, nur einen kurzen Lidschlag in deinem Hauch. Sie verschwand wie immer, gleich und gleicher hinter ihrer Schwester.

Ist Schönheit schön, weil sie vergänglich ist? Oder ist vielmehr Vergänglichkeit Schönheit, weil sie dem Gedanken einer umfassenden, langweiligen Ewigkeit widerspricht?

Eines Tages werd‘ ich mich rächen…

Auch wenn es mir in gewisser Weise vollkommen unangebracht erscheint ein weiteres Mal über solchen ausgemachten Blödsinn wie Noten zu schreiben, ist es wahrscheinlich angebracht wenigstens einen kurzen Einwurf zu meiner diesjährigen Mathematikzensur zu bringen. Diese hätte mich fast dazu gezwungen das Jahr zu wiederholen, da SchülerInnen, die auch nur ein einziges Mal 0 Punkte in einem Fach aufweisen, nicht zum Abitur zugelassen werden. Mit einem grandiosen Punkt (entspricht einer 5-) bin ich noch einmal an einer Katastrophe vorbei geschrammt. Meine Mutter quittierte diese Benotung mit einer Rüge, dem Aufruf sofort Nachhilfe zu nehmen und weniger zu kiffen…

Außerdem war ich heute beim Heimspiel des Berliner Handballvereins HSG Pro Sport, dessen Frauen A-Jugend spielte gegen die Rostock Dolphins. Es endete mit einem verdienten Unentschieden, 7 Gelben Karten, einer Roten und 6 2-Minuten Zeitstrafen, was für ein Frauenhandballspiel aussergewöhnlich viel ist. 3 Verletzte Berlinerinnen zeugen von der Härte der Partie, dennoch sehr schön anzusehen und ein 31:31, sprich 62 Tore (wow, das kriege ich sogar mit Mathe 5 hin) ist für die A-Jugend ebenfalls aussergewöhnlich.

P.S. Weisheit für Morgen:
Die LL-Demonstration ist wie ein Autounfall: Ich sollte eigentlich nicht hinsehen/hingehen, aber irgendwie mache ich es dann doch.

Befindlichkeiten aus dem kapitalistischen Alltag

Ich denke, also bin ich nicht. Vielmehr sollte ich sein. Tatsächlich stellt eine Wirklichkeit, die Profitlogik, krankhaftes Konsumverhalten und Mittagstalkshows den Vorrang vor Denken, Fühlen und vernunftbegabtem Handeln gibt, eher eine Realität dar, die Descartes hätte zweifeln lassen. Die Unwissenheit über die Zukunft lässt die Gegenwart auf eine unerträgliche Größe zusammenschrumpfen. Sie liegt verkrüppelt und gepeinigt vor meinen Füßen, sie zu ergreifen und zu erleben fehlt die Kraft und nicht zuletzt der Wille. Der Wille, diese Gesellschaft zu ertragen, fehlt mir noch. Der Wille sie zu ändern, hält der Resignation, dem zombiehaften Verhalten noch den Vorrang. Noch. Vielmehr überwiegt die leise Hoffnung auf einen Zustand, der das Sein in einer erträglicheren Form erlaubt. Eine Form, in der die Gegenwart tatsächlich gegenwärtig zu sein scheint, derweil sie hoffentlich die röchelnden Geräusche auf dem Boden vor mir abstellt. Eine Gegenwart die meinen Raum füllt und der Zeit die Luft abschnürt, wäre nach meinem Dafürhalten erstrebenswerter, als umgedreht. Der Trend geht andere Wege. Das ich diese gehen könnte und überall hin kann, nützt mir recht wenig, wenn ich die Zeit nicht habe. Und das Geld, aber bekanntlich ist die Zeit Geld. Und andersrum. Ich plädiere zweifelsohne für die Utopie, für eine andere Welt, für den Zustand der Glückseligkeit, für das Paradies auf Erden. Doch Utopisten wird kein Gehör mehr geschenkt, trotz Lauschangriff und Handyfreisprechanlagen. Mir scheint nur das Gespräch mit Wänden zu bleiben, alle anderen sehen mittags fern. Oder habe ich etwas falsch aufgefasst? Die Utopie und der mit ihr geführte Wunsch nach einer besseren Gegenwart kann nur noch Minimalforderung sein. Nicht nur für mich. Realpolitisch geht es mit der Welt den Bach runter, wie eigentlich immer. Zeit meines Lebens ging es bergab, Realpolitik führte die Menschheit dort hin. Und obwohl mir viele Sachen, wie mangelnde Leistungsbereitschaft, einhergehend mit Faulheit vorgeworfen werden, konnte mir dennoch niemand den Vorwurf machen, ich hätte die Wirklichkeit dorthin verfrachtet, wo sie heute ist. Am Boden. Ihr aufzuhelfen, vermag ich nicht allein zu bewerkstelligen. Feststellen, dass es anders sein sollte, kann ich schon ganz alleine. Im Übrigen kann das jede und jeder nur alleine. Ich verlasse den Saal nicht, ohne die Aufforderung seine Hausaufgaben ordentlich zu erledigen und ende mit nur einer kurzen Bitte: Ich möchte denken, also möchte ich sein.


P.S. Frankfurt (Main) du alte Sau, ohne Drogen erträgt mensch dich schwer!

Die Letzten machen das Licht an…

Nun gut. Toll reingerutscht, wieder Vorsätze gemacht und nun mit Spannung den Verlauf des neuen Jahres abwartend, schreibe ich meinen ersten Beitrag im Jahre 2007.
1.Vielen Dank noch einmal an alle, für die schönen Geburtstagsgeschenke, ich habe mich sehr gefreut.
2.Heute habe ich festgestellt, dass ich fast vergessen hatte, wie toll eigentlich die Beastie Boys sind. (also hier der Aufruf, dies wieder in Erinnerung zu rufen.)
3. Wer nichts zu tun hat, kann ja die nächsten Tage nach Frankfurt(Main) fahren, und dort viel Spaß haben, denn dort findet ein Jugendantifakongress statt.
4.Hier der Aufruf, doch bitte den ersten, wie ich finde, vernünftigen Text zum G8 Treffen zu lesen und den blog zu besuchen.