Archiv für November 2006

Selbstversuche über Versuchs-ich’s

Es wird langsam zur Tradition, aber irgendwie ist es auch schön in der Vergangenheit zu schwelgen. Nun gut, wisst ihr noch damals, die WM?
Mein Beitrag zur WM war einzig und allein folgendes Kommentar, welches selbstverständlich auch veröffentlicht wurde. Da nicht alle in Niedersachsen Zeitung lesen, tue ich es einfach mal hier hin:
Ausflug nach Germanien

Gelegentlich kommen mir gute Ideen. Ideen, die ich nicht einfach wie sonst wieder in den Teil der Synapsen verschieben kann, wo ich sie als verrückt, nicht durchführbar oder gar gefährlich einstufe. Ideen, die einfach klappen müssen. Genau eine solche hatte ich vor einiger Zeit und sie bestand darin, im Zuge der steigenden Affirmation zur Deutschland AG eine Costa Rica Themenparty durchzuführen. Schnell spinne ich frivole Einfälle weiter, sehe mich schon glücklich und angetrunken mit der Fahne des Mittelamerikanischen Staates im Kuhkaff des elterlichen Wochenendgrundstückes sitzen. Derartigen Vergnügungen geht mensch nicht allen Tagen nach, glaubt ich dazu noch zu wissen und beginne mit der Vorbereitung. Ich informiere mich rasch, mit wessen Fähnchen ich mich demnächst bewaffnen will und wie ich deutschen, betrunkenen Deutschland Fans erklären will, warum mensch sich grad als Reichshauptstadtdeutscher mit einer nicht- deutschen Mannschaft identifiziert, ob man denn nicht stolz auf unsere, deutschen Jungs sei und ob man aus Kreuzberg komme. Das ich letzten Aspekt in der ostdeutschen Provinz, in der sich unglücklicherweise die Gefilde des familieneigenen Gartenparadies befinden, eher nicht erwähnen sollte, ist selbstverständlich. Wie auch immer, Costa Rica ist nach der intensiven Analyse ein Staat mit dem es sich problemlos und identitär abfeiern lässt. Die Armee wurde schon 1947 aufgelöst, 99 % der Energie wird von regenerativen Ressourcen erbracht, Costa Rica gilt als fortschrittliches Land und ist zu dem der einzige WM Teilnehmer, dem von Amnesty International keine Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Cool, denke ich mir, freue mich über die billigen Preise der Fahnen, T- Shirts und Hawaiihemden, plane und denke nur noch an meine Party. Die FreundInnen sind begeistert von den eigenen fixen Ideen und werden aus der Stadt hinein in den Garten Eden in Potsdam Mittelmark gelotst. Mensch vergisst nichts, alles scheint zu gelingen, die Party darf schon um 24:00 Uhr als Erfolg gewertet werden und diese Feststellung trotz einer Alkoholleiche, einem zerstörtem Teller, der Niederlage der angefeuerten Mannschaft und die erste unerfreuliche Begegnung mit der lokalen Dorfjugend. Irgendwann, um die Zeit herum in der die verdammten Vögel anfangen zu zwitschern, denke ich mir, dass ich die befestigte Fahne auf dem Dach der Gartenlaube doch nicht über “Nacht” draußen lasse. Das es besser wäre sie jetzt einzuholen und auch den CD Rekorder mit der Reggae Musik langsam auszumachen. Es reicht dann irgendwann, die eigene Müdigkeit wird vom ausgiebigen Tequila Konsum nicht weniger und mensch ist doch ein wenig traurig, dass Costa Rica verloren hat. Nun gut, denke ich mir dann, es kommen ja noch weitere Mannschaften zu denen ich unendlich viele Themenpartys mit unterschiedlichem Inhalt veranstalten kann. Ein Amerikabarbecue auf dem Schulhof oder eventuell trifft Deutschland auf Holland? Die wirren Gedanken schweifen ab und ich packe enttäuscht die Costa Rica Fahne ein, Vorbeugung ist besser als Nachsicht und irgendwie ist es immer noch Ostdeutschland und ich hatte da schon ein paar Sachen gehört…

Mai ist ganz schön lange her

Another spring poem

Alles kommt zu spät.
Birkenpollen unter meine Pfoten,
Ich und Du tanzend auf dem Boulevard.
Des einen Leid, des anderen Freud.
Freud feiert.

Blau machen, sein, ins Blaue schauen.
Nie wieder blaue Blume,
pink ist dran.
So jung bleiben wir ewig zusammen.

Die Welt erstarrt, ich latsche weiter.
Gevatter Tod mit Sonnenbrille und Erdbeereis,
händchenhaltend mit der Zeit.

(4.5.2006)

sacfree- macht deinen sac free!

Nächstes Jahr Ostern- einfach mal die Eier nicht verstecken!

Das ist doch pubertär!

Bevor Fragen aufkommen, nein ich habe dieses Produkt noch nicht getestet und ich habe es auch in nächster Zeit nicht vor, ich habe lediglich im Radio von dieser „Unterhosenrevolution“ gehört und mich mehr informiert…

Es war einmal ein Karlsruher Student, dieser hatte sich eine Unterhose gekauft, die ihm wie er erst später bemerkte, überhaupt nicht passte. Seine Hoden ruschten immer wieder aus seiner Unterhose, eine etwas fragwürdige Idee war geboren. Mit Hilfe seiner Freundin, die Modedesignerin ist, schaffte er, nach eigenen Angaben eine Revolution in der Unterhosenbranche! Sacfree ist ein Produkt für Männer die auf frischen Wind in den südlicheren Regionen stehen, für Männer die sich nicht mehr den Zwängen und Engen der normalen Unterhose aussetzen wollen. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist tatsächlich das Glied in der Sacfree Unterhose verpackt, jedoch wird dem restlichem Restgehänge ein bisschen mehr Freiluft geschenkt. Mittlerweile sollen die Unterhosen laut der Homepage der Firma total ausverkauft sein, es soll aber in Massen nachproduziert werden, die Schlüpfer mit dem „sexy“ Loch an der richtigen Stelle gibt es mittlerweile in 12 verschiedenen Ausführungen in blau, grau, schwarz und weiß es gibt das Höschen als String, Boxershort und natürlich auch als Normaloschlüpfer. Wer mehr über dieses Produkt wissen möchte, dem empfehle ich die Homepage der Firma.

صدام حسين عبد المجيد التكريتي = Hangman

Ich kann es nicht erklären, aber heute habe ich einfach nur durchgehangen. Ich fühlte mich so schlapp und kaputt wie eine alte Hängebrücke. Ich kann es nicht erkären, ich hatte auch schon früher den Hang zur Depression. Wie ein Hängebauchschwein schleifte immer ein Stück hinter mir her. Manchmal habe ich einfach nur den Wunsch mich einfach in eine Hängematte zu packen und die Beine baumeln zu lassen. Ich sollte mich viel mehr in die schulischen Sachen reinhängen, bevor ich von meinen MitschülerInnen abgehängt werde. Es ist so deprimierend, ich hänge nur noch durch und stehe in der Luft.

Und ich weiss:
Es ist nicht die Zeit für Galgenhumor…

und nun noch eine Hässlichkeit oben drauf:
Lörrach

Wochenende

Ein Wochenende mit zu starkem Alkoholkonsum (Freitag Absinth, Samstag Wodka) liegt hinter mir. Ich kann nicht behaupten, ich hätte nicht viel Spaß gehabt, aber irgendwie war es wiedereinmal sinnlos. Am Freitag kam ich ihn den Genuss einer Drum‘and‘Bass Party im RAW Tempel, am Samstag hatte ich eine kleine Lesung, mit einer Auswahl meiner kläglichen Dichtkunst. Ich bin mir sehr uneins, ob derartige Schreibereien überhaupt publikumsfähig sind. Nun gut generell fürchte ich mich vor meinem Es, oder es ist mein Überich, was auch immer:
Tocotronic hat recht:
Pure Vernunft darf niemals siegen!

Mein Held:
Superman am Wochenende

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