Archiv für Oktober 2006

Die Frühstückguillotine

Zu einem angenehmen, sonntäglichen Frühstück gehört einfach ein Ei. Nicht die leidvolle Diskussion, was nun zu erst da war, das Ei oder das Huhn, soll Ziel dieses Textes sein, sondern die tiefgreifenden Konflikte, die Mensch mit dem Köpfen des Ei hat. Gewisse obskure, fast verrückte Gestalten pellen ihr Ei ab. Ich persönlich halte dies für eine Frechheit sondergleichen, es kommt mir fast wie eine Folter. Eier gehören geköpft, damit man sie genüsslich auslöffeln kann, das abgeschlagene Haupt wieder draufsetzen kann um dann beispielsweise das echte Ei, des unachtsamen, kleineren Geschwisterkindes mit dem ausgelöffelten, eigenen Ei zu tauschen um so zu noch mehr Ei zu kommen. Nun gut, aber gerade beim Köpfen des Ei gibt es Probleme. Mal haut man im falschen Winkel zu und der “Hut” ist zu groß oder zu klein. Mal schlägt man mit zu großer Wucht zu und hat dann den ganzen Eisalat auf dem Schoß oder auf dem liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Eine Erfindung, die das Ei essen erheblich verbessert, musste her. Und das Warten hat ein Ende denn vor einigen Jahren entstand eine Idee, deren Sinn ich nicht in Abrede stellen will, deren Name dafür um so länger und unangenehmer ist: Der Eierschalensollbruchstellenverursacher. Diese wundersame Erfindung funktioniert exakt, wie der Name lautet. Das Konstrukt, welches in der Funktionsweise einer Guillotine gleicht, besteht aus einem längeren Stab, an dem das Gewicht herunterrollt. Dieses Schlaggewicht führt letztendlich zur Verursachung einer Bruchstelle, das Ei ist gleichmäßig an einer Linie entlang angeköpft. Es bedarf nach der Anwendung des Eierschalensollbruchstellenverursacher nur noch eines sehr kurzen Messereinsatzes und schon hat man das Haupt des Ei perfekt abgetrennt. Endlich bleibt einem das nervige Messerfuchteln erspart und man kann sich wichtigeren Aufgaben wenden. Zum Beispiel der Frage, was war denn nun eigentlich zuerst da, das Ei oder das Huhn? Der Eierschalensollbruchstellenverursacher

Hommagé an alle BloggerInnen:

Eine mir liebe Person sagte heute, bloggen wäre in letzter Zeit nur noch zu einer großen Profilierung der eigenen Person, durch gezieltes dissen anderer bloggerInnen verkommen. Ich muss dem zustimmen. Manche bloggerInnen nutzen die scheinbare Anonymität des Internet, um endlich mal „richtig die Luft raus lassen zu können.“ So werden Jungantifas fertig gemacht, Sexismen losgeworden und überhaupt viel rumgeprollt. Meine bescheidenen Schreibkünste nutze ich heute um zu zeigen, dass es auch anders geht. Nicht eine Volksgemeinschaft der Glücksbärchen fliegt mir durch den Kopf, sondern eine Grundfreundlichkeit den MitbloggerInnen gegenüber, die mensch ruhig aufbringen kann.

Eines traurigen Tages begab ich mich auf eine Reise, von der ich nicht mehr wiederkommen wollte. Ich war unzufrieden mit der Welt, ich wollte andersleben. Ich träumte immer von der großen Qualle, die kommen und uns alle vor uns selbst retten sollte. Nicht davon trat in Erscheinung und im fernsehen hatte ich von einer wichtigen Neuigkeit erfahren: den Selbstmordpartys. Kollektiver Suizid waren einziger Inhalt dieser merkwürdigen Veranstaltungen, aber dennoch glaubte ich daran und blieb nur wegen der Hoffung, ein schönes Ende zu haben, bis zu diesem Tage am Leben. Ich kann nicht sagen ich hätte keine Angst gehabt. Ja, meine Furcht vor dem selbstbestimmten Tod ging sogar soweit, dass ich meine geliebten Kuscheltiere mitnahm: die kleine rosa Kuh und das kleine lila schwein. Zusammen waren wir stärker, wir waren fast eine Art kollektiv. Auf dem Weg zu meinem letzten Ziel, welches ich sehr geradlinig anpeilte, geschah es. Just in einem Moment, tiefer, innerer Unruhe bekam ich einen Schreck, als einer der verwirrten, aber interessanten gestalten auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu mir herüberrief. Obwohl ich geschockt war, besaß ich genug Auffassungsgabe um zu bemerken, dass nicht ich, sondern die Gruppe Mädchen vor mir gemeint war. Dennoch erschrocken, rannte ich so schnell ich konnte davon. Schon von weitem sah ich das riesige haus, in dem die letzte Party meines Lebens stattfinden sollte. Ich entschied schon jetzt, dass es ein Platz war, an dem zu verweilen, es sich zu lohnen schien. Wenn jetzt auch noch die Innenwände schön wären, dachte ich, könnte es wahrhaftig eine Party werden….

Alle, die irgendwie nicht in die Geschichte gepasst haben, seien hier nachträglich noch einmal explizit erwähnt: tylie, resist, elenore, uglydresden, iseedeadpeople, Brennessel, Reduktionsschleuse
Tut mir leid, alle anderen blogs kenne ich leider noch nicht, aber wenn ihr hier kommentiert ;-) kenne ich euch und versuche auch bei euch vorbeizuschauen und selbstverständlich solltet ihr euch auch von der Hommage angesprochen fühlen.

Sauer(kraut)ei

Unzureichende Layoutfertigkeiten führen zu Improvisationen. So gestaltete sich die Gestaltung meines headers lustiger und ekliger als vorher angenommen:

Schritt 1
Einkauf bei der neuen Rewe ,welche früher einmal minimal, HL, Stüssgen, Otto Mess und alte Rewe war. Ich habe mich für einen handelsüblichen Weinsauerkraut entschieden, der kam 0,75€ und enthielt 500ml Sauerkraut, Abtropfgewicht 420g.

Schritt 2
Sauerkraut von dem ganzen Wasser befreien, will heißen ausquetschen und dann mit dem Sauerkraut auf einer ausgebreiteten, farbigen Unterlage das Wort Sauerkraut legen.

Schritt 3
Das ganze fotografieren und hoffen, das der süßlich-saure Geruch schneller aus der Wohnung verschwindet, als er gekommen war.

Dank an Anna für die Idee.

Mein Beitrag Nummer 1

Viele, viele Stunden nach dem endlosen Durchforsten all der der schönen blogs, die es schon gibt, mussten vergehen bis ich mich dazu durchrang selbst Einen zu führen. So kommentierte ich bisher auf fast allen bekannten blogs bei blogsport und es wurde sogar auf meine Kommentare eingegangen wie bei resist. Bisher fasziniert mich diese Welt, genauso wie ich sie jetzt schon verfluche, da ich mir die Angelegenheit einfacher vorgestellt habe, als sie tatsächlich zu sein scheint. Noch weiß ich leider weder was ein closetag, dict, ul, ol, li, b-quote noch ein im ist. Ich hoffe, dass ich das noch verstehen werde und ansonsten möchte ich mich gleichzeitig und für immer von allen Assoziationen die der Begriff Sauerkraut bei dir geneigte/r LeserIn wohlmöglich hervorrufenkönnte, distanzieren. Denn: Obwohl dieses Gericht international als “Nationalgericht” des ihr-wisst-schon-Staates gilt, kommt es ursprünglich aus China

bis bald,
sauerkraut